5 Gründe, warum ein Surfskate dein Surfen auf das nächste Level bringt
Dieser Artikel zeigt dir, warum ein Surfskate dein Surfen verbessert und wie du damit auch als Surf Beginner gezielt an deiner Technik arbeiten kannst.

Keine Wellen in Sicht? Kein Problem. Mit einem Surfskate kannst du dein Surffeeling jederzeit auf die Straße holen und ganz nebenbei deine Surfskills gezielt verbessern.
Dank Social Media wissen inzwischen viele, dass Surfskaten die perfekte Ergänzung zum Surfen ist. Es hilft dir, Bewegungsabläufe zu verfeinern, Turns zu üben und dein Gleichgewicht zu verbessern, auch, wenn du dich weit weg vom Meer befindest. Besonders für „landlocked Surfer“, die nicht regelmäßig im Wasser sind, ist ein Surfskate die beste Möglichkeit, in Form zu bleiben und weiter an ihrer Technik zu feilen.
Ich selbst habe das Surfskaten bei meinem zweiten Surfkurs in Frankreich entdeckt. Im Camp gehörte es fest zum Training für fortgeschrittene Beginner & Intermediates und ich war sofort begeistert. Direkt danach habe ich mir in Berlin ein eigenes Surfskate gekauft, um meine Surfskills auch ohne Wellen weiterzuentwickeln.
In diesem Artikel erfährst du alles, was du über Surfskates wissen musst und 5 Gründe, warum sie dein Surfen spürbar verbessern können.
Was ist ein Surfskate?
Ein Surfskate ist eine spezielle Art von Skateboard, das die Bewegungen des Wellenreitens auf trockenem Boden simuliert. Der wesentliche Unterschied zu einem herkömmlichen Skateboard liegt in der Vorderachse: Sie ist so konstruiert, dass das Deck durch Drehbewegungen stärker gekantet werden kann, wodurch enge und flüssige Turns möglich sind.
So kannst du surfspezifische Bewegungen und Gewichtsverlagerungen nachahmen und Speed generieren, ohne den Fuß auf den Boden setzen zu müssen. In der Surferwelt nennt man das „Pumpen“ (engl. pumping).
Um ein Surfskate effektiv als Übungshilfe zu nutzen, musst du zunächst ein Gefühl für das Board entwickeln. Am Anfang kann es sich etwas wackelig anfühlen. Das war für mich als Nicht-Skaterin definitiv eine Herausforderung. Sobald du sicher auf dem Board stehst, kannst du mit kleinen Turns beginnen und üben, Speed zu generieren. Denn: Ohne Speed, kein Turn!

Eigenschaften eines Surfskates
Surfskates unterscheiden sich in Länge, Achsenhärte und Rollengröße. Die Wahl des richtigen Boards hängt von deiner Körpergröße, Schuhgröße und deinem Fahrlevel ab. Grundsätzlich gilt: Je größer du bist, desto länger sollte auch das Deck sein. Ein längeres und breiteres Deck bietet Anfängern mehr Stabilität, während kürzere und schmalere Boards agiler sind. Auch die Form des Decks, das sogenannte Concave, spielt eine Rolle. Flache Decks lassen sich leichter kontrollieren und sind ideal für Einsteiger.
Für den Start empfiehlt sich ein stabiles, größeres Board mit einem langen Achsenabstand. Am besten lässt du dich direkt von einem Fachhändler oder Hersteller beraten, um das passende Modell für dich zu finden.
Die besten Surfskate-Marken für Anfänger
Es gibt mittlerweile viele Hersteller von Surfskates in unterschiedlichen Preisklassen. Jede Marke hat ihre eigene, patentierte Achsenkonstruktion, wodurch sich das Fahrgefühl leicht unterscheidet. Ich habe in Surfcamps verschiedene Marken ausprobiert und mich von erfahrenen Surfern beraten lassen. Die Meinungen, was das beste Surfskate ist, gehen da ziemlich auseinander und ist offensichtlich Geschmackssache.
Diese drei Marken haben sich für mich aber als besonders solide Optionen für Anfänger und Fortgeschrittene herausgestellt:
- Carver: Carver aus Kalifornien war der erste Hersteller von Surfskates weltweit und ist bis heute eine der bekanntesten Marken. Viele Surfer vertrauen auf die stabilen Boards, die für jedes Level geeignet sind.
- Smoothstar: Diese australische Marke bietet Boards, die sich an Größe, Gewicht und Surfstil des Fahrers anpassen lassen. Die Achsen reagieren sehr sensibel und sorgen für ein besonders realistisches Surfgefühl.
- YOW („Your Own Wave“): Die spanische Marke steht für hochwertige Boards aus Ahornholz. Die Achsen gibt es in zwei Härtegraden, sodass du das Fahrgefühl individuell anpassen kannst.
Warum ein Surfskate für Surfer sinnvoll ist
Aber was bringt Surfskaten nun wirklich, wenn du surfen lernst? Ganz einfach: Es hilft dir, dein Surfen auch an Land weiterzuentwickeln.
Mit einem Surfskate kannst du Bewegungen, die du auf dem Surfboard brauchst, gezielt trainieren und das unabhängig von Wellen oder Wetter. Es stärkt dein Gleichgewicht, verbessert deine Turns und dein Gefühl für Gewichtsverlagerungen.
Ich persönlich fahre ein Smoothstar und habe mich damals in einem Skateshop in Berlin beraten lassen. Als Surf- und Skateanfängerin fand ich das Board super – und liebe es bis heute!
5 Vorteile, die ein Surfskate dir bietet
1. Verbessere deine Surfskills
Mit einem Surfskate kannst du surfspezifische Techniken trainieren, die dir auf dem Surfboard oft schwerfallen. Das Problem beim Surfen ist, dass die reine Übungszeit im Wasser begrenzt ist, vor allem, wenn du dich gerade erst auf dem Intermediate-Level oder darunter befindest.
Man ist oft froh, überhaupt eine Welle zu bekommen und fällt dann vielleicht nach ein paar Sekunden ins Wasser, bevor man den Turn richtig üben konnte.
Mit einem Surfskate kannst du genau an diesen Bewegungsabläufen arbeiten, ganz ohne Wellen und ohne Zeitdruck. Besonders Turns, das Pumpen zur Speed-Generierung und dein Timing kannst du auf dem Surfskate gezielt trainieren. Durch die ähnliche Bewegung und die Nutzung derselben Muskelgruppen ist das Surfskate ein ideales Trainingsgerät.
Wiederkehrende Fehler, wie z. B. eine falsche Armposition bei Turns, kannst du korrigieren und später im Wasser besser umsetzen.

Auf YouTube findest du unzählige Tutorials, die Schritt für Schritt zeigen, wie du mit einem Surfskate Turns, Pumping und Speedaufbau übst und diese Bewegungen aufs Surfen überträgst. Das Beste daran: Du kannst alles so oft wiederholen, wie du möchtest!
2. Üben, wann und wo du willst
Einer der größten Vorteile des Surfskates ist die Flexibilität. Du bist nicht auf Wellen, Wind oder Surftrips angewiesen, um zu trainieren. Alles, was du brauchst, ist eine glatte Fläche, sei es ein leerer Parkplatz, eine lange Asphaltstraße oder eine Halfpipe im Skatepark.
Diese Unabhängigkeit macht Surfskaten besonders für landlocked Surfer interessant, die weit von der Küste entfernt leben, aber regelmäßig üben möchten. Denn gerade am Anfang ist es wichtig, dranzubleiben, bis sich ein richtiges Bewegungsgedächtnis entwickelt hat!
Es gibt mittlerweile viele Surfskate-Communities, die sich in Städten und Surfregionen treffen. In Berlin zum Beispiel gibt es Gruppen, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Skaten verabreden. Auch Surfcamps setzen zunehmend auf Surfskating, etwa das KIMA Surf Camp in Canggu (Bali), das 2024 einen eigenen Skatepark eröffnet hat, oder das Wellenreiter Camp in St. Giron (Frankreich), das Surfskate-Sessions anbietet. So kannst du nicht nur alleine, sondern auch in der Gruppe trainieren.
→ Lesetipp: 10 Ultimative Tipps wie du das Beste Surfcamp für Dich findest!
3. Effektives Workout & gezielter Muskelaufbau
Wer das erste Mal auf einem Surfskate steht, merkt schnell, wie intensiv das Training ist! Ich erinnere mich noch an meinen ersten Muskelkater, obwohl ich eigentlich viel Sport mache.
Beim Surfen werden vor allem die Beine, der Rumpf (Core) und die Schultern beansprucht. Genau diese Muskelgruppen trainierst du auch mit dem Surfskate. Durch das ständige Pumpen und Drehen stärkst du deine Beinmuskulatur, während der Core für Balance sorgt. Gleichzeitig verbessert das Surfskaten deine Mobilität im Oberkörper, was für saubere Turns entscheidend ist.
Regelmäßiges Surfskaten steigert nicht nur deine Kraft und Balance, sondern auch deine Ausdauer. So reduzierst du das Verletzungsrisiko und bist top vorbereitet auf den nächsten Surftrip. Und ja, Muskelkater gehört definitiv dazu.

4. Motiviert bleiben
Nach einem Surftrip ist man oft voller Motivation. Doch was passiert, wenn der nächste erst Monate später ansteht? Ohne regelmäßiges Training verliert man schnell das Gefühl für Bewegungen und Balance. Viele Surfer, mich eingeschlossen, kennen das: Die erste Woche am Spot fühlt sich an wie ein Neustart.
Mit dem Surfskate kannst du auch zwischen den Surftrips aktiv bleiben. Du arbeitest gezielt an deinen Schwächen, bleibst in Bewegung und startest beim nächsten Surftrip mit mehr Selbstvertrauen ins Wasser. Es ist einfach der perfekte Weg, um deine Surfskills zwischen den Wellen aufrechtzuerhalten.
5. Spaß & Gemeinschaft
Surfskaten ist nicht nur ein super Training, es macht auch richtig Spaß, besonders mit Gleichgesinnten. Ich persönlich übe selten allein, sondern lieber mit einem Buddy oder einer kleinen Gruppe. Es ist einfach motivierender (und witziger), gemeinsam neue Tricks zu probieren, sich gegenseitig anzufeuern und Fortschritte zu feiern.
Dabei lernst du automatisch neue Leute kennen, die dieselbe Leidenschaft teilen. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, das gemeinsame Üben fördert den Austausch, bringt Motivation und vor allem jede Menge Spaß. So entstehen aus Surfskate-Sessions oft echte Freundschaften.

Fazit
Der beste Weg, Surfen zu lernen, ist natürlich das Surfen selbst, aber da das nicht immer möglich ist, brauchst du Alternativen. Surfskaten ist weit mehr als nur ein Skateboard mit speziellen Achsen, es ist ein echtes Trainingsgerät für Surfer.
Es hilft dir, gezielte Bewegungsabläufe zu üben, deine Technik zu verbessern und gleichzeitig fit zu bleiben. Besonders für landlocked Surfer ist das Surfskate die perfekte Ergänzung, um auch abseits der Wellen an den eigenen Skills zu arbeiten.
Das Beste daran: Du bist unabhängig von Wetter, Wellen oder Reisezielen. Du kannst jederzeit trainieren, Spaß haben und motiviert bleiben, ganz ohne auf die nächste Welle zu warten.
Und nicht zu vergessen: Dein Surfskate ist nicht nur ein Trainingsgerät, sondern auch ein stylisches Fortbewegungsmittel in der Stadt und damit perfekt, um ein Stück Surf-Vibe in den Alltag zu bringen.
Dieser Artikel handelte davon, wie Surfskaten dein Surfen gezielt verbessern kann und warum es die perfekte Ergänzung ist, um auch abseits der Wellen an deiner Technik zu feilen.




